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CONNECT-Gruppentreffen: Eine turbulente und intensive Zeit der Tandems
Foto: © Regine Peters

CONNECT-Gruppentreffen: Eine turbulente und intensive Zeit der Tandems

 

Am 5. Dezember 2017 fand das für dieses Jahr letzte Gruppentreffen der Patinnen statt. Zeit also nochmal gemeinsam mit allen das Jahr Revue passieren zu lassen und mehr über die Geschichten und Erlebnisse der Tandems zu erfahren. Passenderweise war an diesem Tag auch der Internationale Tag des Ehrenamtes - noch ein Grund mehr die Patinnen und ihr bewundernswertes Engagement zu feiern.

Reger Austausch über die „frischen“ und laufenden Patenschaften

Im März ist CONNECT gestartet und so war es umso spannender zu hören wie sich die Tandems bis jetzt entwickelt haben. Als Tüpfelchen auf dem i hatten auch die Patinnen aus dem dritten Zyklus von CONNECT die Gelegenheit an diesem Treffen teilzunehmen und sich mit den Frauen aus der Anfangsphase über die „frischen“ sowie laufenden Patenschaften auszutauschen.

Die Wohnungssuche – Ein schier unlösbares Problem?

Wie sich schon bei den vergangenen Gruppentreffen herauskristallisiert hat, ist eines der Hauptprobleme nach wie vor die Wohnungssuche. Viele der geflüchteten Frauen müssen noch in Unterkünften ausharren und sich ihrer Situation fügen. Die Wohnungsnot in Berlin ist an allen Ecken zu spüren. Teilweise können nur kleine Verbesserungen durch Umzüge in andere Unterkünfte erzielt werden. Dabei müssen wiederum erneut Rückschläge eingesteckt werden: oft sind die Wege zu den Schulen nach einem Umzug sehr weit.

Dennoch gibt es auch Beispiele für den erfolgreichen Ausgang der andauernden Wohnungssuche. Nach einem langwierigen Prozess hat eine Patin zusammen mit ihrer Tandempartnerin eine Wohnung für sie und ihre Kinder gefunden. Es gibt also noch Hoffnung, auch wenn der Weg bis dahin beschwerlich ist.

Frauen mit  Geschichten und Willenskraft

Alle Patinnen hegen Bewunderung für die Willenskraft der geflüchteten Frauen und beschreiben sie als „unglaublich taffe Frauen“. Trotz ihrer schwierigen Hintergrundgeschichte schafft es etwa eine von ihnen mit „ihrer faszinierenden Energie alle Leute um sie herum zu aktivieren“.

Immer wieder wird deutlich wie viele Hürden sie überwinden müssen. Bei manchen stecken noch Teile der Familie weit entfernt in anderen Ländern fest, bei anderen sind die extremen Erfahrungen nach der Flucht noch deutlich zu spüren. Dennoch geben sie nicht auf und kämpfen weiter. Eine Patin erzählt welch „turbulente und intensive Zeit“ sie mit ihrer Tandempartnerin durchlebt hat. Dennoch bleibt neben all den „Baustellen“ auch Zeit für Freizeitaktivitäten.  

Die Anekdote über das Erlebnis einer geflüchteten Frau war besonders berührend - sie hatte ihren Bruder bereits seit 15 Jahren nicht mehr gesehen. In der Warteschlange einer Behörde kam es dann zu einer schicksalshaften Begegnung: dort hat sie einen Freund ihres Bruders getroffen, der ihr gleich zu berichten wusste, dass ihr Bruder bereits seit Jahren versucht sie zu finden und ebenfalls in Deutschland wohnt. Kurz darauf kam es zum langersehnten Wiedersehen zwischen den Geschwistern.

Ein kleines Dankeschön für das Engagement der Patinnen

Zu guter Letzt hatte das CONNECT-Team noch eine kleine Überraschung für die Patinnen parat: jede von ihnen hat noch ein kleines TDF-Geschenk als Dank für ihr ehrenamtliches Engagement bekommen. Es kann nicht oft genug betont werden wie wichtig sie für die geflüchteten Frauen sind und welch tolle Erfolge die Tandems verbuchen können.

Im kommenden Jahr werden wir sicherlich noch einige schöne Momente mit den Frauen aus dem CONNECT-Programm verleben. Wir freuen uns schon auf 2018 und sind schon gespannt darauf wie sich das Projekt weiterentwickeln wird.