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Meine Tandempartnerin und ich haben uns genau vor einem Jahr kennengelernt. Seitdem treffen wir uns alle 1-2 Wochen für die unterschiedlichsten Aktivitäten. Manchmal sehen wir uns häufiger und manchmal auch zwei Wochen nicht, wenn sie Freunde in einer anderen Stadt besucht oder ich viel arbeiten muss. Gemeinsam finden wir aber immer einen guten Weg, uns besonders dann zu treffen und auszutauschen, wenn sie Unterstützung braucht. Zu Beginn mussten wir uns natürlich erst mal kennenlernen, herausfinden, wer uns da gegenübersitzt, und Vertrauen aufbauen. Da meine Tandempartnerin den Wunsch hat, zu studieren, haben wir uns einige Monate mit Bewerbungen, dem Prüfen von Dokumenten und Sprechstunden für Geflüchtete an Universitäten/Fachhochschulen auseinandergesetzt.

 

Alles in allem bewerte ich die CONNECT-Zeit mit meiner Tandempartnerin Adanna als sehr lohnenswert, aber auch als sehr anstrengend. Eine Frau ohne Schulbildung, mit Fluchterfahrung und in einer Krisensituation über einen langen Zeitraum begleiten zu dürfen und vor allem auch in schwierigen Situationen, etwa bei Anhörungen, dolmetschen zu können, hat mich auch persönlich geprägt: einerseits das volle emotionale Verständnis für meine Tandempartnerin in diesen Situationen, andererseits auch die Notwendigkeit, ihr erklären zu müssen, dass diese (leidvollen) administrativen Schritte nun zu ihrem Leben gehören und ihr letztlich für ihre Zukunft auch Gutes bringen können. Hierbei hat vor allem geholfen, dass Adanna und ich uns persönlich von Anfang an gut verstanden haben (gleicher Humor!), sie mir stets vertraut hat und ich ihre Tochter fast von Geburt an habe kennenlernen können. So habe ich seit Beginn der Patenschaft die Gesamtsituation meiner Tandempartnerin erfahren, viel über ihr Leben in Benin und ihre Fluchtgeschichte gelernt und konnte mich so in gewisser Weise auf diese Dinge einstellen.

 

Haifa und Carla. Foto: © TERRE DES FEMMESHaifa und Carla. Foto: © TERRE DES FEMMESHaifa und ich lernten uns im April 2018 kennen. Ich stieß auf eine junge, selbstbewusste und starke Frau. Besonders in den ersten Monaten trafen wir uns mehrmals in der Woche. Zum Kaffee trinken und quatschen oder zum Austausch über Fragen, die sich natürlich anstauten seitdem Haifa in Berlin lebt. Besonders die Wohnungssituation belastete Haifa immer sehr. Es waren für mich sehr schöne Monate und Haifa ist mir als Freundin sehr ans Herz gewachsen.

 

Mozdah und Lea. Foto: © TERRE DES FEMMESMozdah und Lea. Foto: © TERRE DES FEMMESNach einem etwas holprigen Start haben meine Tandempartnerin Mozdah und ich uns zum ersten Mal im Juni 2018 getroffen und waren uns zum Glück auf Anhieb sympathisch. In den ersten Monaten haben wir uns erst einmal näher kennengelernt, viel zusammen Deutsch gelernt und uns auch viel über unsere jeweiligen Heimatländer ausgetauscht. Inzwischen spreche ich mit Mozdah – wie mit jeder anderen Freundin auch – über alle möglichen Themen wie Beziehungsprobleme, Sorgen wegen der Kinder und ähnliches.

Mozdahs Deutschkenntnisse haben sich in den vergangenen Monaten deutlich verbessert, nicht nur, weil sie mit mir Deutsch spricht, sondern auch, weil ihr jüngster Sohn jetzt in die Kita geht und sie Zeit hat, einen Deutschkurs zu besuchen. Leider hat sie immer noch große Probleme mit dem Lesen und Schreiben und macht sich Sorgen, die B1-Prüfung im Mai (erneut) nicht zu bestehen. Wir versuchen regelmäßig zu üben, aber zeitlich kommen wir leider nicht dazu, uns öfter als ein- oder zweimal in der Woche zu treffen.